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Thema: [Diskussion] Wie sieht das Internet/Welt in 5/10/20 Jahren aus?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    VIP Team Avatar von Unlimiter
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    Dann zerpflücken wir das nochmal.

    Zuerst zu Google: Google regiert nicht die Welt. Viele Firmen haben keine eigene Seite, weil sie diese einfach nicht brauchen. Wer sie aber braucht oder etwas präsentieren möchte, der holt sich eine. Vor allem Händler(!) sind sehr an eigenen Seiten interessiert. Außerdem werden Seiten nicht nur neu gegründet sondern auch relauncht. Den "krassen" Rückgang den du da von dir gibst, den gibt es nicht. Was aber üblich ist, ist das zu einem bestimmten Angebot immer wieder wegfallende Alternativen gibt, das ist normal. Google selbst wird definitiv nicht der Grund für einen zukünftigen sehr drastischen Seitenrückgang sein.

    Beim privaten Sektor ist es manchmal besser das nicht jeder Schund ins Web kommt. Aber auch hier kann man direkt mit Google in Kontakt treten, die eine Auskunft darüber erteilen, wie man sich im Rating auch mit solch einer Seite pusht. Falls allgemein der Punkt etwas nähe bequatscht werden soll, dann Privat (würde hier wieder ne ganze Seite füllen).

    Dann zur Annahme, dass die Wirtschaft von der Bargeldabschaffung profitieren würde: Nein, das tut sie in Wirklichkeit nicht. Gerade in der Wirtschaft ist es üblich mit Waren "schwarz" zu handeln. Gerade im Bereich Bau, Konsumgüter, etc. werden so erst bestimmte Aktionen möglich. In manchen Ländern gibt es mittlerweile diese Rechnungspflicht, im Sinne dessen, dass nach dem Kauf die Rechnung auch wirklich übergeben und weiter mitgeführt werden muss. Das heißt: Würde ein Polizist dich vor einem Laden, in dem du gerade ein Kaltgetränk gekauft hast, abfangen und du führst die Rechnung nicht mit, so könnte es für dich ein Bußgeld zur Folge haben. Gerade zu Personen aus dem Finanzwesen führe ich überaus gute Kontakte und es ist wirklich grandios, wie sich die Meinungen unterscheiden. So sind diejenigen die beim Finanzamt tätig sind gerade zu scharf darauf (mehr Geld für den Staat!), während die Steuerberater das Kotzen bekommen (noch weniger Geld für die Person/das Unternehmen). Gerade in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen ist es alles andere als vorteilhaft.

    Dann bezüglich des Chips: Ich rede jetzt nicht von einem einfachen Chip für ein Fahrzeug, oder die Haustür, sondern gehe davon aus, dass wir von einem "Universalchip" sprechen? Diesen zu erstellen, alle Schnittstellen anbieten zu können + für eine hohe Sicherheit zu sorgen wird meines Erachtens alles andere als billig sein. Vor allem nehme ich an, dass wir von einer visuellen Weiterverarbeitung der Daten sprechen, was also auch bedeutet, dass es ein "riskanterer" Eingriff ist und somit auch dementsprechend Kosten anfallen.

    Und zu allerletzt das Thema "Krieg": Es wird Krieg geben. Entweder im Sinne eines Bürgerkrieges, oder aber zwischen verschiedenen Ländern. Es ist immer so. Bei uns sehe ich eine Revolte der Bürger als am wahrscheinlichsten. Warum? Sollte man immer mehr auf die Geldbörse der Leute gehen, so wird irgendwann die Unterschicht auch betroffen sein. Momentan wird es ja ziemlich gut gehandhabt:
    Den Reichen nehmen wir zwar viel weg, aber nicht zu viel, sodass sie weiter alles machen können was sie wollen. Der Mittelschicht ziehen wir möglichst viel ab, immerhin haben sie dann noch immer mehr als einer aus der "Unterschicht". Die Unterschicht stellen wir ruhig, in dem wir ihnen "ausreichend" viel Geld zur Verfügung stellen. Jetzt ist es aber so, dass wenn jemand schon arm ist und man ihn noch ärmer macht, der sich wehren wird. Und das wird unweigerlich dazu führen, dass eine Revolte ausbricht. Was ich tatsächlich ebenso unwahrscheinlich erachte, wie du, ist ein Krieg zwischen Weltmachten.


    // Ich hab das jetzt schnell mal runtergetippt. Hoffe aber, alles ist möglichst verständlich und nachvollziehbar. Sollte irgendwas unklar sein, einfach bescheid geben. Dann überarbeite ich es / bessere es nach.

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  3. #2
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    Zitat Zitat von Unlimiter Beitrag anzeigen
    Dann zerpflücken wir das nochmal.

    Zuerst zu Google: Google regiert nicht die Welt. Viele Firmen haben keine eigene Seite, weil sie diese einfach nicht brauchen. Wer sie aber braucht oder etwas präsentieren möchte, der holt sich eine. Vor allem Händler(!) sind sehr an eigenen Seiten interessiert. Außerdem werden Seiten nicht nur neu gegründet sondern auch relauncht. Den "krassen" Rückgang den du da von dir gibst, den gibt es nicht. Was aber üblich ist, ist das zu einem bestimmten Angebot immer wieder wegfallende Alternativen gibt, das ist normal. Google selbst wird definitiv nicht der Grund für einen zukünftigen sehr drastischen Seitenrückgang sein.
    Ich arbeite in der Branche deswegen sehe ich sehr genau wie "nötig" solche Seiten sind. Sagen wir mal so, an dem Tag wo jemand anfängt zu Tracken zu wollen ob die Anrufe direkt über die Google Card kommen oder ob sich jemand die Kontaktdaten von der Seite gesucht hat wird es sehr schwer mit "nötig" zu Argumentieren. Das Einzige Argument das da noch übrig bleibt ist "Sie wollen sich doch von der Konkurrenz abheben mit was individuellem". Kommerziell macht das jedoch kaum noch Sinn.
    Eben im Google Livestream kam ein Wunderbares Beispiel wo jemand über den Assistant mit Sprachbefehlen einen Tisch reserviert hat in ner Kneipe. Wenn sich das flächendeckend durchsetzt dann gute Nacht.

    Google, Facebook und Amazon arbeiten definitiv daran das das Web abseits ihrer Plattformen kaum noch genutzt werden muss. Macht ja Monetär für sie auch Sinn.






    Zitat Zitat von Unlimiter Beitrag anzeigen
    Vor allem Händler(!) sind sehr an eigenen Seiten interessiert.
    Wenn du Online Händler meinst, mit 08/15 Waren hast du keine Chance mehr da brauchst du schon ne Menge Startkapital für SEO und SEA. Dummerweise sind die Margen im Keller so das man kaum noch Spielraum hast.
    Natürlich wird das ne ganz andere Nummer wenn du selbst etwas produzierst. Alle anderen versuchen halt auf Amazon und Ebay mit dem Arsch an die Wand zu kommen und versauen durch ständiges unterbieten allen anderen auch noch die Preise.

    Aus eigenen Erfahrungen kann ich Sagen 1 von 10 Shops wirft Gewinn ab. Das sind die mit einzigartigen Produkten. Aber selbst dafür gibt es fast immer brauchbare Plattformen wie Etsy und jetzt Amazon Handmade.
    Das betrifft vor allem kleine Händler. Große wissen das man viel Geld und Arbeit investieren muss und machen das auch.






    Zitat Zitat von Unlimiter Beitrag anzeigen
    Beim privaten Sektor ist es manchmal besser das nicht jeder Schund ins Web kommt. Aber auch hier kann man direkt mit Google in Kontakt treten, die eine Auskunft darüber erteilen, wie man sich im Rating auch mit solch einer Seite pusht. Falls allgemein der Punkt etwas nähe bequatscht werden soll, dann Privat (würde hier wieder ne ganze Seite füllen).
    Google lässt immer nur Allgemeinplätzchen verlautbaren die vollkommen wertlos sind. Fakt ist das jedes Keywort das nur ansatzweise Profit verspricht von Seo heinis mit Nischenwebsites beackert wird. Als Privatmensch hast du nur noch mit sehr viel Glück ein nennenswertes Ranking. Fairerweise muss man dazu sagen das Google da seinen Job macht, kaum wer interessiert sich für deine Katzensammlung wenn er nach Pussys sucht



    Sicher halte ich auch den größten Teil des Contents im Internet für überflüssig aber es haben ja nicht alle dieselben Interessen, deswegen ist es um alles schade was verschwindet nur weil es keiner mehr findet. Diese Google Zentrierung ist definitiv nicht gut und verleiht ihnen auch zuviel Macht.









    Zitat Zitat von Unlimiter Beitrag anzeigen
    Dann zur Annahme, dass die Wirtschaft von der Bargeldabschaffung profitieren würde: Nein, das tut sie in Wirklichkeit nicht. Gerade in der Wirtschaft ist es üblich mit Waren "schwarz" zu handeln. Gerade im Bereich Bau, Konsumgüter, etc. werden so erst bestimmte Aktionen möglich. In manchen Ländern gibt es mittlerweile diese Rechnungspflicht, im Sinne dessen, dass nach dem Kauf die Rechnung auch wirklich übergeben und weiter mitgeführt werden muss. Das heißt: Würde ein Polizist dich vor einem Laden, in dem du gerade ein Kaltgetränk gekauft hast, abfangen und du führst die Rechnung nicht mit, so könnte es für dich ein Bußgeld zur Folge haben. Gerade zu Personen aus dem Finanzwesen führe ich überaus gute Kontakte und es ist wirklich grandios, wie sich die Meinungen unterscheiden. So sind diejenigen die beim Finanzamt tätig sind gerade zu scharf darauf (mehr Geld für den Staat!), während die Steuerberater das Kotzen bekommen (noch weniger Geld für die Person/das Unternehmen). Gerade in Zeiten von wirtschaftlichen Krisen ist es alles andere als vorteilhaft.
    Ja aber damit widersprichst du doch jetzt nicht wirklich Es gibt auch einige Länder die bei der Bargeldabschaffung schon weiter sind als wir und da ist die Wirtschaft auch noch nicht zusammengebrochen.
    Das ist aber definitiv eine Sache die sie auf der Agenda haben, ob wir das wollen oder nicht. Wir können uns nur lange genug wehren.
    Denn das Wahlverhalten ändern die Leute wegen sowas "unwichtigem" nicht. :(



    Zitat Zitat von Unlimiter Beitrag anzeigen
    Dann bezüglich des Chips: Ich rede jetzt nicht von einem einfachen Chip für ein Fahrzeug, oder die Haustür, sondern gehe davon aus, dass wir von einem "Universalchip" sprechen? Diesen zu erstellen, alle Schnittstellen anbieten zu können + für eine hohe Sicherheit zu sorgen wird meines Erachtens alles andere als billig sein. Vor allem nehme ich an, dass wir von einer visuellen Weiterverarbeitung der Daten sprechen, was also auch bedeutet, dass es ein "riskanterer" Eingriff ist und somit auch dementsprechend Kosten anfallen.
    Sicherheit im IOT Bereich? Muhahah der war gut ^^
    Ne im Ernst, ich meinte jetzt nichts was wirklich mit dem Körper Interagiert, nur sowas was halt immer unter deiner Haut lauert für Bezahlungen, Schließsysteme und Co. Sowas gibt es ja durchaus schon im kleineren Rahmen.




    Zitat Zitat von Unlimiter Beitrag anzeigen
    Und zu allerletzt das Thema "Krieg": Es wird Krieg geben. Entweder im Sinne eines Bürgerkrieges, oder aber zwischen verschiedenen Ländern. Es ist immer so. Bei uns sehe ich eine Revolte der Bürger als am wahrscheinlichsten. Warum? Sollte man immer mehr auf die Geldbörse der Leute gehen, so wird irgendwann die Unterschicht auch betroffen sein. Momentan wird es ja ziemlich gut gehandhabt:
    Den Reichen nehmen wir zwar viel weg, aber nicht zu viel, sodass sie weiter alles machen können was sie wollen. Der Mittelschicht ziehen wir möglichst viel ab, immerhin haben sie dann noch immer mehr als einer aus der "Unterschicht". Die Unterschicht stellen wir ruhig, in dem wir ihnen "ausreichend" viel Geld zur Verfügung stellen. Jetzt ist es aber so, dass wenn jemand schon arm ist und man ihn noch ärmer macht, der sich wehren wird. Und das wird unweigerlich dazu führen, dass eine Revolte ausbricht. Was ich tatsächlich ebenso unwahrscheinlich erachte, wie du, ist ein Krieg zwischen Weltmachten.
    Die Gefahr mit den verschiedenen Ländern sehe ich in Kerneuropa erstmal nicht. Ausser die Lemminge lassen sich weiter gegen Russland radikalisieren. Und Bürgerkriege? Von wem aus? Der Unterschicht? Die schaffen es nichtmal ordentlich nach ihrer Interessenslage zu wählen. Und es gib ein zu wahres Sprichwort "In Deutschland kann es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müßte."
    Das würde erst eskalieren wenn die Leute wirklich Hunger leiden müssten und die Gefahr sehe ich nicht, dafür gibts genug "Almosen" vom Staat. Siehe H4 zum leben zu wenig, zum sterben zuviel. Ich glaube die haben das nicht nach dem ausgerechnet was man wirklich braucht sondern die Mindestgrenze unter der es Stress geben würde.

  4. #3
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    Zu Erstem: Ich komme selbst aus dem Bereich. Der kleine 0815 Mensch, der seine Sachen an den Mann bringen möchte, oder der kleine Reseller wird immer Seiten wie Ebay und Co. nutzen. Vollkommen uninteressant. Es geht darum, dass viele große Händler/Seiten Spielraum haben und den werden sie auch weiterhin haben. Google ist ein zweischneidiges Schwert, aber nicht der Untergang, so wie du ihn darstellst. Ebenso wird es in 5 Jahren zu 100% nicht zu einer Schrumpfung von 50% kommen.

    Das Wort nötig habe ich nie verwendet. Aber wann wäre es nötig eine eigene Seite zu haben: Abhebung von der Konkurrenz, Alleinstellungsmerkmal, Präsentation und Eigenkontrolle usw. Natürlich immer in Verbindung mit der Nutzung von Google-Features. Ich kenne auch Kunden, die das Ganze kombinieren. Sie nutzen Ebay und Co. um einige ihrer Angebote zu präsentieren, leiten den Kunden dann jedoch auf ihren eigenen Shop weiter (ist nichts Neues, sondern lediglich der Nutzen eines Vorteils). Etc. pp.

    Bzgl. des Bargelds: Warum sollte ich dir widersprechen, wenn ich auch die Steuern einging. Es hat einen Nutzen und der ist für den Staat, nicht jedoch für die einzelne Person. Folgen von solchen Handlungen werden nach Jahren und durch steigende Arbeitslosenquoten sichtbar (übrigens sollte man diesen auch nicht glauben, immerhin werden diese auch z.B. in Deutschland aufpoliert - in Wirklichkeit ist die Arbeitslosenquote weit höher). Wenn sämtliches Geld von dir digitalisiert wurde wird man merken, dass die Steuern dementsprechend genauer erfasst werden können und am Ende noch weniger da ist als zuvor. Und spätestens wenn es ums Geld geht und der Verlust dessen spürbar wird gibt es einen massiven Aufruhr. Deutschland ist somit nicht "hinterher" sondern nur wesentlich intelligenter (damit meine ich einen Teil der Bevölkerung).

    Bei den Chips sind wir dann wohl von verschiedenen Dingen ausgegangen. Das ist natürlich möglich, dass es so sein wird. Sobald die Scheu abgelegt ist, rennt der Laden.

    Und Bürgerkriege: Ja, die gehen immer von der untersten Schicht aus. Deswegen wird die auch beständig ruhig gehalten. Lass es den Menschen zu schlecht gehen und sie lehnen sich auf. Und wir reden doch von einem Zukunftsszenario? Kopple es einmal an die immer höher werdenden Steuern, die immer weiter sinkenden Löhne und Pensionen, die Streichung von Punkten aus der Versicherung usw. Es ist absolut realistisch. Das wir (zumindest ein Teil von uns) sich zurücklehnt und dem Treiben zusieht ist auch normal. Wir werden eben über die Schäden verärgert sein. Drücken wir mal beim Wort "Bürgerkrieg" ein Auge zu und nennen es massenweise "Aufstände". Bürgerkrieg ist schon ein zu starkes Wort und eine Folge von den Aufständen (falls diese nicht "behoben" werden).

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  6. #4
    Tangiert peripher syrius Avatar von Jana-Maria
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    Sekretariat, Verkauf, Gastronomie… Achtung! Roboter nehmen uns diese Jobs weg

    Vera Laumann | 28. September 2016, 18:47 Uhr




    Roboter werden in Zukunft viele Jobs übernehmen.
    Foto: Getty Images Nehmen Roboter uns schon bald die Jobs weg? In 20 Jahren soll fast die Hälfte aller Tätigkeitsfelder von Robotern erledigt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Oxford.


    Laut einer Studie der US-Universität Oxford wird in den kommenden 20 Jahren alleine in den USA fast die Hälfte aller Tätigkeitsfelder in mehr als 700 Berufen durch Künstliche Intelligenz ersetzt.
    Vor allem die Mittelschicht wird die zunehmende Digitalisierung betreffen. Routinetätigkeiten in Verwaltungen, bei Buchhaltern, Einkäufen oder Auftragsdisponenten werden zukünftig immer seltener von Menschen erledigt. Grund hierfür ist die zunehmende Automatisierung. Roboter werden demnach schon bald unsere Jobs übernehmen.



    An vielen Stellen nehmen uns Roboter bereits Arbeit ab: Wie etwa im Ford-Werk bei Köln, wo Roboter vollautomatisch Schweißarbeiten verrichten. Foto: Getty Images


    Die Unternehmensberater von A. T. Kearney haben die US-Studie auf die deutschen Verhältnisse angepasst. Auch hierzulande werden in den kommenden 20 Jahren Millionen Jobprofile betroffen sein.
    Besonders gefährdet sind Beschäftigte in Büros und Sekretariaten. Der Studie zufolge fallen in den nächsten 20 Jahren insgesamt 2,7 Mio. Stellen in dieser Branche weg. Auch im Verkauf und in der Gastronomie werden Menschen an immer mehr Stellen durch Roboter ersetzt werden.
    Die Top 10 der am meisten gefährdeten Berufe (>70% Automatisierungs-Wahrscheinlichkeit):

    1. Büro- und Sekretariatskräfte: -2,7 Mio. Personen
    2. Verkaufsfachleute: -1,1 Mio. Personen
    3. Gastronomieservice: -1 Mio. Personen
    4. Kaufmänn./techn. Betriebswirte: -0,9 Mio. Personen
    5. Post- und Zustelldienste: -0,7 Mio. Personen
    6. Köche/Köchinnen: -0,7 Mio. Personen
    7. Bankkaufleute: -0,5 Mio. Personen
    8. Lagerwirtschaft/Logistik: -0,4 Mio. Personen
    9. Metallbearbeitung: -0,4 Mio. Personen
    10. Buchhaltung: -0,3 Mio. Personen

    (Quelle: „Smarte Maschinen – Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert“ von Ulrich Eberl)


    Die Digitalisierung hat aber auch gute Seiten. Andere Studien besagen, dass aufgrund der Entwicklung Millionen neue Jobs in Deutschland entstehen werden. Laut einer Studie von Boston Consulting sollen bis 2025 aufgrund der Digitalisierung eine Millionen neue Jobs geschaffen werden, während 610.000 wegfallen – das wäre ein Plus von 390.000 neuen Stellen.
    Der Wissenschafts- und Technik-Journalist Ulrich Eberl schreibt in dem Buch „Smarte Maschinen“, dass „die Jobs von morgen entscheidend von der richtigen Aus- und Weiterbildung abhängen. (…) Gerade zwischen den heutigen Berufsfeldern gibt es noch große weiße Flecken“.
    Nicht jeder Job kann durch Roboter ersetzt werden.
    Die zehn am wenigsten gefährdeten Berufe (<30% Automatisierungs-Wahrscheinlichkeit):

    1. Kinderbetreuung und –erziehung: +0,8 Mio. Personen
    2. Gesundheits-und Krankenpflege: +0,7 Mio. Personen
    3. Führungskräfte, Unternehmensorganisation und Strategie: +0,5 Mio. Personen
    4. Maschinenbau und Betriebstechnik: +0,4 Mio. Personen
    5. Kraftfahrzeugtechnik: 0,4 Mio. Personen
    6. Vertrieb, Einkauf und Handel: 0,3 Mio. Personen
    7. Sozialarbeit und Sozialpädagogik: 0,3 Mio. Personen
    8. Altenpflege: 0,3 Mio. Personen
    9. Hochschullehre- und Forschung: 0,2 Mio. Personen
    10. Bauelektrik: 0,2 Mio. Personen


    Quelle: Sekretariat, Verkauf, Gastronomie: Achtung! Roboter nehmen uns diese Jobs weg | TECHBOOK


  7. #5
    Senior Avatar von maz
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    Die Angst dass Roboter uns die Jobs klauen konnte ich nie verstehen. Vor noch nicht mal 200 Jahren hatten die meisten eine 70h Woche. Dann durch die Automatisierung (und Ausbeutung anderer Länder, aber das ist ein anderes Thema) konnte unser Wohlstand massiv gehoben werden und unsere Arbeitszeit massiv gesenkt.
    Roboter kommen nach und nach (schon seit über 40 Jahren)und meistens führt es zu keinerlei Jobabbau, und falls doch finden die meisten was neues.
    Falls die Arbeitslosenquote in einem hochtechnisiertem Land zu hoch werden sollte, weil vieles von Robotern erledigt wird, senkt man die Arbeitsstunden oder das Pensionsalter. Aber viel warscheinlicher, da es jetzt schon so ist, gibt es eine verlagerung von den Handwerklichen Berufen zu "interlekuelleren" Berufen. Also statt 20 Schreiner und 20 Informatiker werden halt 10 Schreiner und 30 Informatiker. Auch dieser Wandel gab es schon immer.

    Vielleicht hatten die Material Träger vor paar tausend Jahren auch ihren Job verloren als das Rad erfunden wurde.
    Geändert von maz (05.10.2016 um 07:50 Uhr)

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  9. #6
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    Zitat Zitat von maz Beitrag anzeigen
    . Aber viel warscheinlicher, da es jetzt schon so ist, gibt es eine verlagerung von den Handwerklichen Berufen zu "interlekuelleren" Berufen. Also statt 20 Schreiner und 20 Informatiker werden halt 10 Schreiner und 30 Informatiker. Auch dieser Wandel gab es schon immer.

    Vielleicht hatten die Material Träger vor paar tausend Jahren auch ihren Job verloren als das Rad erfunden wurde.
    Das sehe ich diesmal anders, es sind dann schlicht keine Tätigkeitsfelder mehr übrig wo Millionen Menschen hin verlagert werden können. Noch mehr Wurstbuden/MassageStudios/Whatever braucht kein Mensch. Auch ist es eine Illusion das man LKW Fahrer dann halt umschulen muss zu was "Intellektuell" mehr forderndem ist Illusorisch, die Welt wird immer Komplexer und die hälfte(geschätzt von mir) ist schlicht nicht dazu in der Lage weil sie nicht so "Klug" sind (klingt böser als es gemeint ist).

    Aber gerade bei Informatikern sehe ich das auch sehr angespannt, wenn sich langsam mal die Einsicht durchsetzt das 90% der Startups niemals Gewinne machen werden und die großen Firmen wie HP und Co weiterhin Zehntausende Leute auf die Straße setzen ist selbst dieser Bereich überlaufen. Mal abgesehen davon reissen 50 Jährige Informatiker auch nichts mehr wenn sie nicht mindestens Teamleiter sind und nur noch Administrativ tätig sind wo ihre Erfahrung Gold wert ist(und die müssen auch noch 20 Jahre arbeiten wenn das so weitergeht).

    Übrigens gutes Beispiel mit den Schreinern, ich glaube nämlich das Handwerk das einzige ist was immer Bestand haben wird. Der Markt ist zwar auch begrenzt aber wenn ich mir die Wartezeiten bei örtlichen Handwerkern ansehe lässt sich da kein Niedergang erkennen. Und ein 3d Drucker kann zb niemals einen Tischler/Schreiner ersetzen, und Roboter die Zimmermänner, Klempner und Co ersetzen können wird es wohl auch erst mit Skynet geben
    Geändert von fritzi (05.10.2016 um 09:13 Uhr)

  10. #7
    Senior Avatar von maz
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    Denkst du wirklich, die "schlausten" von 1900 könnten irgend eine Aufgabe von heute meistern?
    Eine Verlagerung findet über Generationen statt und passiert andauernd. Sprich die LKW Fahrer werden nicht umgeschult, aber man stellt halt jährich weniger ein. Roboter und Automatisierungen allgemein kommen in den nächsten Jahren nicht mehr als zuvor. Ich würde sogar sagen die Kurve ist aktuell weniger steil als vor 30 Jahren.

    Neue Technoligien schaffen viele neue Berufe. Informatiker und Schreiner war nur ein Beispiel. Jährlich werden dutzende neue Berufe "erschaffen". Wer will heute Gerber oder Kutscher werden? Wenn Berufe komplett von Maschienen erledigt werden, kommt die nächste Generation gar nicht auf die Idee, das man den Beruf ausüben könnte.

    Und eben, selbst wenn (was unmöglich ist) alle Arbeiten auf der Welt von Robotern erledigt würden, heisst das nicht das alle verhungern. Das würde zwar viele Probleme erzeugen (siehe Kommunismus) und die Leute würden sich langweilen, aber Hunger und Armut wären an sich absolut lösbar wenn alles von Robotern erledigt würde. Die Abstimmung über das Grundeinkommen wurde in der Schweiz zwar klar abgelehnt, aber 22% waren trozdem schon dafür, einfach jedem ca 2200€ zu zahlen.
    Geändert von maz (05.10.2016 um 09:53 Uhr)

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